Für mehr Kompetenz und Qualität in der Notfallversorgung

Vorstellung der Trainings- und Simulations-Einheit unseres Aus- und Weiterbildungszentrums

Das ASB Aus- und Weiterbildungszentrum hat am 17. Oktober seine neue „Trainings- und Simulations-Einheit für Kompetenz und Qualität in der Notfallversorgung“ offiziell in Betrieb genommen. Erstmals kann mit ihr der gesamte rettungsdienstliche Einsatz von der Versorgung an der Einsatzstelle über die Transportentscheidung, die Transportbegleitung im Rettungswagen bis hin zur Übergabe an die aufnehmende Klinik abgebildet werden. Unterstützt wird das Szenario durch medizinische Simulationsgeräte und Kameratechnik.

Vorstellung der Trainings- und Simulations-Einheit bei ASB Mainz-Bingen.

Foto: ASB Mainz-Bingen

Daniela Matthias, Geschäftsführerin des ASB-Kreisverbandes Mainz-Bingen, konnte an diesem Vormittag zahlreiche geladene Gäste im Lehrsaal 4 des Aus- und Weiterbildungszentrums begrüßen. Unter ihnen auch Nina Klinkel. Landtagsabgeordnete für den Kreis Mainz-Bingen, Björn Patzke, Berufsfeuerwehr Mainz, Stefan Scheidmantel, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration, sowie viele weitere, über deren Interesse für die Innovation sich der Kreisverband sehr freut.

„Kompetenzzentrum der Ausbildung“

In seinem Grußwort blickte der Bundesgeschäftsführer des ASB Deutschland e.V., Ulrich Bauch, ins Archiv und erinnerte daran, dass der ASB in Mainz 1924 mit einem Erste-Hilfe-Kurs begonnen hatte. Für seine gute Ausbildung im Bereich von Erste Hilfe und Rettungsdienst genieße das Aus- und Weiterbildungszentrum Mainz bundesweit einen ausgezeichneten Ruf. Die Schule sei „eines der Kompetenzzentren der Ausbildung“.

„Stolz auf eine solche Einrichtung in Mainz“

Das unterstützte auch Andreas Hitzges, Referatsleiter Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz im rheinland-pfälzischen Innenministerium. Man sei stolz auf eine solche Einrichtung in Mainz und auch froh über das Engagement des ASB und seiner Mitarbeiter. Hitzges hob besonders Gerald Fuhr, Leiter des Aus- und Weiterbildungszentrums, hervor, der wichtige Erfahrungen und Kompetenzen auch bei der anstehenden Reformierung der Rettungssanitäter-Ausbildung eingebracht habe. „Die Rettungssanitäter-Ausbildung trägt die Handschrift des ASB“, fasste er zusammen.

Praxisnahes Training

„Uns war schon immer wichtig, keine ‚Vitalfunktionen-Mechaniker‘ auszubilden“, betonte Gerald Fuhr in seinem Impulsvortrag. Die soziale Komponente spiele bei einem Notfalleinsatz immer eine wichtige Rolle und müsse ebenfalls trainiert werden. Auch hierbei unterstützt die neue Trainings- und Simulations-Einheit, schließlich könne hier der Einsatz vom Notruf bis zur Übergabe an die Klinik in allen Einzelheiten durchgespielt werden. Ein sehr praxisnahes Training gleichermaßen für medizinische und soziale Notfallkompetenzen.

Technische Unterstützung

Die anschließende Demonstration der neuen Trainings- und Simulations-Einheit durch Christoph Burchert, Inhaber von Medivelopment, das die medizinische Simulations- und Kameratechnik beisteuerte, verfolgten die Gäste interessiert. Zwei Auszubildende der Notfallsanitäter-Klasse von 2018 und eine Falldarstellerin spielten den typischen Ablauf eines Trainings durch, beobachtet von sechs Kameras, die das Geschehen in den Lehrsaal übertrugen und gleichzeitig aufzeichneten. Diese Aufzeichnungen können in Zukunft bei der Nachbesprechung in der Klasse den Lerneffekt verstärken, bei Prüfungen sorgen sie für mehr Rechtssicherheit.

Mit der neuen Trainings- und Simulations-Einheit hat das ASB Aus- und Weiterbildungszentrum die Ausbildung von Notfallsanitätern und anderen Rettungskräften einen entscheidenden Schritt vorangebracht – hin zu mehr Kompetenz und Qualität in der Notfallversorgung.